OHRENFEINDT! | VOLLGASROCK !!! aus St. Pauli.


Mundharmonika, Slide-Gitarren, fette Riffs und rauer, heiserer Gesang: das ist die schlichte Formel für beinharten Power-Trio-Rock, der in Bauch, Beine und vielleicht auch 'n Stück weit in Deinen Kopf geht.

Klare Ansagen statt schwammigem Einheitsgeträller!
Ehrlich und dreckig statt verlogen und glatt poliert!
Geil und laut statt gefällig und ohrenfreundlich!

Keule Rockt

Gitarren aller Art, Lala

Chris Laut

Hals, Bass, Harp, Dobro

Robert 'Jöcky' Jöcks

Trommeln, Lala

Keule Rockt

Gitarren aller Art, Lala

Mitten im Deutschen Herbst kam Keule wohlbehütet und innig geliebt zur Welt und genoss eine hervorragende Erziehung. Was danach schief gegangen ist, unterliegt strengster Geheimhaltung. Sehnlichst wünschten sich seine Eltern, dass er einmal einer befriedigenden, gesellschaftlich wertvollen, anerkannten und lukrativen Tätigkeit nachgehen würde – aber dieser Zug ist wohl inzwischen längst abgefahren.

Vielleicht lag es am Namen, vielleicht daran, dass es Ritalin statt Muttermilch gab, vielleicht aber auch daran, dass er als Kind beinahe in den Zaubertrank gefallen wäre, wenn ihn der etwas tattrige Druide ihn nicht neben dem Kessel fallengelassen hätte. So oder so, als Keule schließlich seine wirkliche Berufung entdeckte, gab es kein Halten mehr "Rock'n'Roll und überhaupt! Oder so!" hieß die Devise.

Schon früh war klar, dass seine Heimat für das Talent des Mannes mit den begnadeten Händen zu klein sein würde: ein Ausnahmegitarrist, der nicht nur ausnahmsweise manchmal sogar übte, sondern auch in Ausnahmefällen hin und wieder nicht zu laut war, wie man sich in eingeweihten Kreisen in stillen Stunden ehrfürchtig zuraunte – vermutlich aber alles nur Gerüchte. Es kam was kommen musste: die Rock'n'Roll-Maschine rollte! Und einmal losgelassen, begeisterte sie Zuhörer diesseits und jenseits des Altai – die einen, wenn die Show begann, die anderen, wenn sie aufhörte. Keule brachte und bringt das Publikum zum Toben – ob in Clubs, Hallen oder Open-Airs aller Größenordnungen bis hin zu Schützenfesten und Baumarkteröffnungen in ländlichen Umgebungen.

Heute, dreißig-und-ein-wenig-mehr-Jahre (um die genaue Zahl streiten sich Musikwissenschaftler aus aller Welt seit Jahren) später, hat er einen amtlichen Marshall-Verstärker (modifiziert von Jost Schlüter) und er wird ihn benutzen! Aber vernünftigen Gehörschutz gibts ja in allen guten Berufsbekleidungsgeschäften. Außerdem macht Keule Krach mit Les Pauls und SGs aus dem Hause Gibson, bestückt mit Pickups von Andreas Kloppmann und einem Tuning-System von Tronical, Marshall-Boxen und trägt dabei eine äußerst pornöse Sonnenbrille (der Hersteller möchte lieber nicht genannt werden). Rockt das? Das rockt!

Neben all dem Rock'n'Roll fährt Keule gern Auto, hört laute Gitarrenmusik und ist auch sonst jedem halbwegs legalen Laster innigst zugetan. Irgendeiner muss das ja machen ...

Chris Laut

Hals, Bass, Harp, Dobro

Als Chris etwa zehn Jahre alt war - zu einer Zeit, in der Kind noch mit drei (Jawohl! In Zahlen: 3!!! Himmel auch!) TV-Programmen auskommen musste - durfte er Samstags lang genug aufbleiben, um DIE AKTUELLE SCHAUBUDE mit Marie-Louise Steinbauer und Christian Müller zu sehen - sozusagen das MTVIVA der Vorzeit.

Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf: Eines Samstags trat dort eine Musikgruppe aus England auf - mit Plateau-Stiefeln, in silbrigen Anzügen und lauten, tiefhängenden Gitarren: THE SWEET. Ihr von einer Sirene eingeleiteter Song "Blockbuster" (Nr. 1 in Deutschland im Februar/März 1973) war für Chris der Auslöser der Rock'n'Roll-Krankheit, unter der er noch heute leidet. Entsetzlich, erschütternd, unbeschreiblich - ein Bild des Grauens! Es kam zum Äußersten (jetzt bitte Minderjährigen Augen und Ohren zuhalten): Mit 14 griff Chris zur Gitarre und begann, eigene Songs und Texte zu (v)erbrechen.

Bei Tag ein schlechter Schüler, bei Nacht eine Monstrosität, gab er seine Ergüsse schließlich öffentlich in verschiedenen Bands zum Besten. Aktuell treibt er sein Unwesen nicht nur als Sänger, Bassist (Gibson-Thunderbirds, Mesa/Boogie-Amps und 'ne Tec-Amp-XL 612-Box gehören zu den Waffen seiner Wahl) und Harp-Spieler (dabei kommen unter anderem ein Custom-Made-Switchpedal von seinem Lieblings-Lötisten Jochen Ibscher (zu finden bei Seefeldt Guitars auf dem Kiez in Hamburg) zum Einsatz sowie Harps von C.A. Seydel Söhne und ein Epiphone-Verstärker) von OHRENFEINDT, sondern schreckt darüber hinaus auch nicht davor zurück, sein skrupellos zusammengeschustertes Liedgut auch solo auf Akustikgitarren aus den Häusern Takamine und Dobro (beim Stimmen hilft ein Tuningsystem von Tronical nebst Bottleneck von Daddy Slide feilzubieten. Wo soll das nur enden?

Ansonsten hört Chris (fast) alles, was rockt. Er raucht und trinkt nicht (glaubt bei der Stimme kein Mensch, entspricht aber vollumfänglich der grausamen Wirklichkeit, weil er als Kind in den Zaubertrank gefallen ist). Da fragt sich der geneigte Leser bestimmt, ob der Mann noch alle Bonbons in der Tüte hat. Wir meinen: Vielleicht ja - aber man kann nie wissen ...

Robert 'Jöcky' Jöcks

Trommeln, Lala

Im Übergang von der Pubertät zur Adoleszenz wiederfuhr Jöcky das, was sich wohl jeder heranwachsende Mann wünscht – und wovor sich seine Mutter am meisten fürchtet. Nein, nicht das, was Ihr gerade denkt, Ihr Ferkel! Er gewann ein Schlagzeug.
Danach der übliche soziale Abstieg: auf Punk- und harte Rockbands und eine Festanstellung als Paukensklave auf einer Galeere mit Aufstiegsperspektive zum Cheftrommler folgten merkwürdige Frisuren, merkwürdige Gewänder und merkwürdige Blicke der Nachbarn. Schließlich der harte Aufschlag auf dem Boden der Realität: nach mehr Bands, als Sitting Bull Fransen an der Lederjacke hatte, stieg Jöcky bei OHRENFEINDT ein. Immer noch besser als Einzelhaft auf einem Vogonen-Schiff im 42. Distrikt des Gamma-Quadranten.
Jöcky ist mit allen Wassern gewaschen und kann viel mehr als die bei OHRENFEINDT geforderten Vier-Viertel-Beats. In lebensbedrohlichen Situationen sind durchaus auch sechs bis sieben Viertel drin oder sogar Jazz-Sachen, die echt keiner mehr zählen kann. Lassen wir es nicht dazu kommen!
Unser Mann im Maschinenraum versohlt seine und Eure Trommelfelle mit bei Vollmond im Himalaya von mexikanischen Schweigemönchen mundgeklöppelten Stöckern von Los Cabos. Damit es spannend bleibt, nutzt er Spannreifen von S-Hoops, die er vom Musikhaus Wein bekommt und, während wir Normalsterblichen noch auf Becken von Villeroy & Boch vertrauen, seit über 10 Jahren Becken von Istanbul Mehmet.
Falls jemand beim Tragen helfen möchte: sein Equipment transportiert er in Ahead Armor Cases. Vorsicht ist schließlich die Mutter der … äh …. Schlagzeugkiste.
Wenn er nicht gerade mit den oben erwähnten Stöckern des Todes die Trommelfelle aus der Hölle gerbt, beschäftigt sich Jöcky so, wie wohl jeder Musiker es gern täte: er ist stets und ständig umgeben von Models mit ordentlichem Plastikanteil. Will sagen: er investiert seine hauptsächlich im Sitzen verdiente Gage in seine Sammlung illustrer Privatflugzeuge (Maßstab 1:32, Propeller-Flugzeuge und Jets, vorwiegend aus dem Hause Revell). Ein (K)Leben in Saus und Braus!

Geniesst es - denn: Es ist bloss Rock'n'Roll

aber wir lieben es!!!


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