OHRENFEINDT! | VOLLGASROCK !!! aus St. Pauli.

Mundharmonika, Slide-Gitarren, fette Riffs und rauer, heiserer Gesang: das ist die schlichte Formel für beinharten Power-Trio-Rock, der in Bauch, Beine und vielleicht auch 'n Stück weit in Deinen Kopf geht.

Klare Ansagen statt schwammigem Einheitsgeträller!
Ehrlich und dreckig statt verlogen und glatt poliert!
Geil und laut statt gefällig und ohrenfreundlich!

Keule Rockt

Gitarren aller Art, Lala

Chris Laut

Hals, Bass, Harp, Dobro

Andi Rohde

Trommeln, Lala

Keule Rockt

Gitarren aller Art, Lala

Mitten im Deutschen Herbst kam Keule wohlbehütet und innig geliebt zur Welt und genoss eine hervorragende Erziehung. Was danach schief gegangen ist, unterliegt strengster Geheimhaltung. Sehnlichst wünschten sich seine Eltern, dass er einmal einer befriedigenden, gesellschaftlich wertvollen, anerkannten und lukrativen Tätigkeit nachgehen würde – aber dieser Zug ist wohl inzwischen längst abgefahren.

Vielleicht lag es am Namen, vielleicht daran, dass es Ritalin statt Muttermilch gab, vielleicht aber auch daran, dass er als Kind beinahe in den Zaubertrank gefallen wäre, wenn ihn der etwas tattrige Druide ihn nicht neben dem Kessel fallengelassen hätte. So oder so, als Keule schließlich seine wirkliche Berufung entdeckte, gab es kein Halten mehr "Rock'n'Roll und überhaupt! Oder so!" hieß die Devise.

Schon früh war klar, dass seine Heimat für das Talent des Mannes mit den begnadeten Händen zu klein sein würde: ein Ausnahmegitarrist, der nicht nur ausnahmsweise manchmal sogar übte, sondern auch in Ausnahmefällen hin und wieder nicht zu laut war, wie man sich in eingeweihten Kreisen in stillen Stunden ehrfürchtig zuraunte – vermutlich aber alles nur Gerüchte. Es kam was kommen musste: die Rock'n'Roll-Maschine rollte! Und einmal losgelassen, begeisterte sie Zuhörer diesseits und jenseits des Altai – die einen, wenn die Show begann, die anderen, wenn sie aufhörte. Keule brachte und bringt das Publikum zum Toben – ob in Clubs, Hallen oder Open-Airs aller Größenordnungen bis hin zu Schützenfesten und Baumarkteröffnungen in ländlichen Umgebungen.

Heute, dreißig-und-ein-wenig-mehr-Jahre (um die genaue Zahl streiten sich Musikwissenschaftler aus aller Welt seit Jahren) später, hat er einen amtlichen Marshall-Verstärker (modifiziert von Jost Schlüter) und er wird ihn benutzen! Aber vernünftigen Gehörschutz gibts ja in allen guten Berufsbekleidungsgeschäften. Außerdem macht Keule Krach mit Les Pauls und SGs aus dem Hause Gibson, bestückt mit Pickups von Andreas Kloppmann und einem Tuning-System von Tronical, Marshall-Boxen und trägt dabei eine äußerst pornöse Sonnenbrille (der Hersteller möchte lieber nicht genannt werden). Rockt das? Das rockt!

Neben all dem Rock'n'Roll fährt Keule gern Auto, hört laute Gitarrenmusik und ist auch sonst jedem halbwegs legalen Laster innigst zugetan. Irgendeiner muss das ja machen ...

Chris Laut

Hals, Bass, Harp, Dobro

Als Chris etwa zehn Jahre alt war - zu einer Zeit, in der Kind noch mit drei (Jawohl! In Zahlen: 3!!! Himmel auch!) TV-Programmen auskommen musste - durfte er Samstags lang genug aufbleiben, um DIE AKTUELLE SCHAUBUDE mit Marie-Louise Steinbauer und Christian Müller zu sehen - sozusagen das MTVIVA der Vorzeit.

Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf: Eines Samstags trat dort eine Musikgruppe aus England auf - mit Plateau-Stiefeln, in silbrigen Anzügen und lauten, tiefhängenden Gitarren: THE SWEET. Ihr von einer Sirene eingeleiteter Song "Blockbuster" (Nr. 1 in Deutschland im Februar/März 1973) war für Chris der Auslöser der Rock'n'Roll-Krankheit, unter der er noch heute leidet. Entsetzlich, erschütternd, unbeschreiblich - ein Bild des Grauens! Es kam zum Äußersten (jetzt bitte Minderjährigen Augen und Ohren zuhalten): Mit 14 griff Chris zur Gitarre und begann, eigene Songs und Texte zu (v)erbrechen.

Bei Tag ein schlechter Schüler, bei Nacht eine Monstrosität, gab er seine Ergüsse schließlich öffentlich in verschiedenen Bands zum Besten. Aktuell treibt er sein Unwesen nicht nur als Sänger, Bassist (Gibson-Thunderbirds, Mesa/Boogie-Amps und 'ne Tec-Amp-XL 612-Box gehören zu den Waffen seiner Wahl) und Harp-Spieler (dabei kommen unter anderem ein Custom-Made-Switchpedal vom Guitar-Village-Lötisten Jochen Ibscher zum Einsatz sowie Harps von C.A. Seydel Söhne und ein Epiphone-Verstärker) von OHRENFEINDT, sondern schreckt darüber hinaus auch nicht davor zurück, sein skrupellos zusammengeschustertes Liedgut auch solo auf Akustikgitarren aus den Häusern Takamine und Dobro (beim Stimmen hilft ein Tuningsystem von Tronical) nebst Bottleneck von Daddy Slide feilzubieten. Wo soll das nur enden?

Ansonsten hört Chris (fast) alles, was rockt. Er raucht und trinkt nicht (glaubt bei der Stimme kein Mensch, entspricht aber vollumfänglich der grausamen Wirklichkeit, weil er als Kind in den Zaubertrank gefallen ist). Da fragt sich der geneigte Leser bestimmt, ob der Mann noch alle Bonbons in der Tüte hat. Wir meinen: Vielleicht ja - aber man kann nie wissen ...

Andi Rohde

Trommeln, Lala

Als Ohrenfeindt ihr erstes Album veröffentlichten, lief Andi noch mit der Trommel um den Christbaum - mit anderen Worten: er saß mit seinem besten Freund im Keller, trommelte zu AC/DC-Videos auf Kissen und träumte: "Einmal selbst in einer Rock’n’Roll Band spielen ...“

Andi wurde rund 15 km von Chris Geburtsort entfernt geboren, das erklärt wohl Einiges. Zwar ist er nicht wie andere Bandmitglieder als Kind in den Zaubertrank gefallen, dafür hat er schon früh die "Blues Brothers" gesehen – was im Ergebnis keinen Unterschied macht: ihre unbändige Energie war der Zündfunke für seinen Traum, selbst auf die Bühne zu gehen. Die Frage nach dem Instrument war schnell beantwortet: mit 11 wurde er – rein schlagzeugmäßig, versteht sich – von seinem Bruder angefixt. Seitdem trommelt er pausenlos auf allem und mit allem, was nicht bei "Drei!" auf dem Baum ist.

Nach ersten Geh- (oder eher Sitz-)versuchen in Schülerbands, Musikschul-Ensembles und Jazz-/Blues-Sessions machte Andi erstmal sein Abi (klingt verrückt, aber auch Trommler können bisweilen lesen und schreiben) und spielte anschließend bei "Plenty of Nails" ein (das macht er immer noch) und aushilfsweise in verschiedenen Hamburger Projekten (das macht er auch immer noch – wo nimmt er bloß die Zeit her?).

Wo gerade von Zeit die Rede ist: währenddessen hat Andi auch noch mal eben Sportwissenschaft an der Universität Hamburg studiert und macht damit dem Rest der Band ein schlechtes Gewissen. Fleisch, Nikotin und Alkohol sind auch nicht so wirklich sein Ding. Will sagen: wer Andi kennt, kann nie wieder ruhigen Gewissens die Glotze laufen lassen und sich dazu mit Knabberkram auf die Couch legen.

Wie dem auch sei: eines Tages rief Chris an und bot ihm St. Paulis lautesten Schlagzeughocker an. Andi bat sich einige Tausendstel Sekunden Bedenkzeit aus: "Moment, ich studiere noch eben zu Ende. Ich rufe in zehn Minuten zurück!“ Der Rest ist (Musik-)Geschichte.

Werkzeug: Andi wird bestens versorgt mit Kesseln von Adoro Custom Drums, Becken von Masterwork und Stöcken von Ice Stix.

In den Momenten, in denen er nicht gerade selbst rockt (also eigentlich nie), hört Andi so ziemlich alles, was irgendwie die Grenze vom Industrielärm zur Musik überschritten hat.

Andi ist wissenschaftlich interessiert, liest viel, treibt sich in der Natur rum und frönt dabei vor allem draußen auszuübenden Sportarten wie Klettern und Snowboarden oder fährt schnell mal mit dem Fahrrad nach Italien (ja nee, ist klar). Da hat aber einer trotz aller Wissenschaft nicht die geringste Ahnung von Prokrastination ...

Geniesst es - denn: Es ist bloss Rock'n'Roll

aber wir lieben es!!!

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